Stand: Juni 2026
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung der Plattform „weddingsuite.io“.
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln die Bereitstellung und Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform weddingsuite.io (nachfolgend „Plattform“).
(2) Anbieter und Vertragspartner ist die Maikanz GmbH (nachfolgend „Anbieter“).
(3) Ausschließlicher B2B-Bezug: Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an gewerbliche Nutzer (Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, Freiberufler, juristische Personen), die die Plattform in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzen (z. B. Hochzeitsplaner, Event-Dienstleister, Fotografen, Locations). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausdrücklich ausgeschlossen. Der Kunde sichert mit dem Vertragsschluss zu, als Unternehmer zu handeln.
§ 2 Registrierung, Vertragsschluss und Leistungsumfang
(1) Die Nutzung der Plattform setzt die Erstellung eines Nutzerkontos (Workspace) voraus. Der Vertrag kommt durch den Abschluss des digitalen Bestellprozesses auf der Website und die Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter zustande.
(2) Der genaue Funktionsumfang der Plattform, die verfügbaren Abo-Modelle sowie die Preise ergeben sich aus den aktuellen Beschreibungen auf der offiziellen Landingpage des Anbieters zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
(3) Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Plattform im Zuge des technischen Fortschritts weiterzuentwickeln, Funktionen zu optimieren oder geringfügig zu ändern, sofern dadurch der Hauptzweck des Vertrages nicht beeinträchtigt wird.
§ 3 Verfügbarkeit und Wartungsarbeiten (SLA)
(1) Der Anbieter garantiert eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresdurchschnitt.
(2) Geplante Wartungszeiten: Der Anbieter ist berechtigt, in der Zeit zwischen 02:00 Uhr und 07:00 Uhr morgens (MEZ/MESZ) planmäßige Wartungs-, Update- oder Datensicherungsarbeiten durchzuführen. Zeiten, in denen die Plattform aufgrund dieser angekündigten und in diesem Zeitfenster stattfindenden Wartungsarbeiten nicht erreichbar ist, gelten ausdrücklich nicht als Ausfallzeit und werden bei der Berechnung der garantierten Mindestverfügbarkeit nicht berücksichtigt.
(3) Von der garantierten Verfügbarkeit ausgeschlossen sind ferner Ausfälle, die auf höhere Gewalt, Fehlern im Verantwortungsbereich des Kunden (z. B. mangelhafte Internetanbindung) oder Störungen bei notwendigen Drittanbietern beruhen.
§ 4 Einbindung von Drittanbietern und Schnittstellen (APIs)
(1) Die Plattform beinhaltet Schnittstellen und Integrationen zu Diensten externer Drittanbieter (z. B. Google APIs [Calendar, Contacts, Gmail], Unipile, Stripe).
(2) Der Anbieter hat keinen Einfluss auf die technische Verfügbarkeit, Richtlinienänderungen oder den Funktionsumfang dieser Drittanbieter. Ändert, beschränkt oder stellt ein Drittanbieter seine API-Schnittstelle dauerhaft oder temporär ein, haftet der Anbieter nicht für daraus resultierende Funktionseinschränkungen innerhalb von weddingsuite.io, sofern die Kernfunktionalität der Plattform im Übrigen erhalten bleibt.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden & Datensicherung
(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem unbefugten Zugriff Dritter zu schützen.
(2) Lokale Datensicherungspflicht: Obwohl der Anbieter serverseitige Datensicherungen durchführt, ist der Kunde verpflichtet, alle in die Plattform eingepflegten Daten (z. B. Kundendaten, Ablaufpläne, Budgets, Sitzpläne) regelmäßig und eigenverantwortlich lokal auf eigenen Systemen zu sichern (z. B. durch Daten-Exporte). Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Schäden oder Gewinnausfälle, die durch eine unterlassene oder unzureichende lokale Datensicherung des Kunden entstehen.
§ 6 Preise, Zahlungsbedingungen und Zahlungsverzug
(1) Es gelten die auf der Landingpage ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt digital über den Zahlungsdienstleister Stripe.
(2) Schlägt ein Lastschrifteinzug oder eine Kreditkartenabbuchung fehl, gerät der Kunde automatisch in Verzug. Der Anbieter versendet in diesem Fall eine automatische Mahnung.
(3) Sperrung bei Zahlungsverzug: Begleicht der Kunde die offene Forderung nicht innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Zugang der Mahnung, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform sowie zu allen Workspace-Daten automatisch zu sperren. Die Sperre bleibt so lange bestehen, bis alle offenen Forderungen vollständig beglichen wurden. Die Verpflichtung des Kunden zur Zahlung der laufenden Abo-Gebühren bleibt von der Sperrung unberührt.
§ 7 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird je nach Auswahl des Kunden als Monatsabo oder als rabattiertes Jahresabo abgeschlossen.
(2) Monatsabo: Das Monatsabo hat eine Laufzeit von einem Monat und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, wenn es nicht mit einer Frist von 30 Tagen vor Ablauf des jeweiligen Buchungsmonats gekündigt wird.
(3) Jahresabo: Das Jahresabo hat eine Laufzeit von 12 Monaten und verlängert sich automatisch um weitere 12 Monate, wenn es nicht mit einer Frist von 30 Tagen vor Ablauf des jeweiligen Vertragsjahres gekündigt wird.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mehr als 14 Tage im Zahlungsverzug ist oder schwerwiegend gegen die Nutzungsbedingungen verstößt.
(5) Eine kostenlose Testphase wird nicht gewährt.
§ 8 Haftungsbeschränkung (Zu Gunsten des Anbieters)
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (sog. Kardinalpflicht), ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Haftungsdeckelung: In allen anderen Fällen leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung des Anbieters für Vermögensschäden, entgangenen Gewinn oder Betriebsunterbrechungen (z. B. durch den Ausfall der Plattform am Tag einer Veranstaltung des Kunden) ausdrücklich ausgeschlossen. Für verspätete oder mangelhafte Leistungen im Rahmen der Kardinalpflichten nach Abs. 2 ist die Haftung summenmäßig begrenzt auf den Betrag, den der Kunde in den letzten zwölf (12) Monaten vor Eintritt des Schadensereignisses als Vergütung an den Anbieter gezahlt hat.
(4) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für bei Vertragsschluss bereits vorhandene Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB wird ausdrücklich ausgeschlossen.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Die Parteien verpflichten sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes (insb. DSGVO) zu beachten. Details zur Datenverarbeitung des Anbieters sind in der Datenschutzerklärung einsehbar.
(2) Da der Kunde als Verantwortlicher personenbezogene Daten Dritter (z. B. Daten von Brautpaaren, Gästen) auf der Plattform speichert, schließen die Parteien zeitgleich mit dem Software-Nutzungsvertrag einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz der Maikanz GmbH.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.